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Professor Dr. med. dent. Klaus Pieper mit Hufeland-Preis 2010 ausgezeichnet

Privatdozentin Dr. med. Iris F. Chaberny mit Hufeland-Preis 2009 ausgezeichnet


 

Privatdozentin Dr. med. Iris F. Chaberny mit Hufeland-Preis 2009 ausgezeichnet


 

Kardiologin Dr. med. Claudia Walther und der Biologe Dr. rer. nat. Volker Adams mit Hufeland-Preis 2008 ausgezeichnet


 

Steigerung der körperlichen Aktivität führt. Des Weiteren sollte untersucht werden, inwieweit sich täglicher Schulsport auf die Endothelfunktion, den BMI und auf zirkulierende endotheliale Progenitorzellen auswirkt.

Wie die Preisträger in einem Pressegespräch anlässlich der Preisverleihung erklärten, erreicht die Prävalenz der Adipositas im Kindes- und Jugendalter in allen europäischen Ländern gleichermaßen ein erschreckendes Ausmaß. Bis zu 25% der europäischen Schulkinder werden heutzutage als übergewichtig eingestuft, die Tendenz ist weiter steigend. Die protektive Wirkung körperlicher Aktivität für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen im Erwachsenenalter konnte im Rahmen klinischer Studien überzeugend belegt und die zugrundeliegenden Mechanismen teilweise aufgeklärt werden. Es fehlen jedoch kontrollierte Untersuchungen, ob eine Erhöhung der körperlichen Aktivität bereits bei Schulkindern zu einer Verbesserung der kardialen und vaskulären Funktion und einer Reduktion des atherogenen Risikos führt. Elf Klassen der 6. Jahrgangsstufe von drei Schulen im Leipziger Landkreis und aus Leipzig wurden bisher in die Studie eingeschlossen. Sechs Klassen erhielten für ein ganzes Schuljahr zusätzlichen Sportunterricht (täglich eine Stunde), die anderen 5 Klassen aus den oben genannten Schulen behielten den regulären Sportunterricht (2 Stunden / Woche) bei. Zusätzlich wurden drei Klassen der gleichen Jahrgangsstufe eines Sportgymnasiums ausgewählt und dienten als sogenannte Referenzgruppe.

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch eine relativ einfache Methode – nämlich alleinige Steigerung des Schulsportunterrichts auf täglich eine Stunde Schulsport – die körperliche Leistungsfähigkeit der Schulkinder deutlich gesteigert werden kann. Zusätzlich kommt es noch zu einem positiven Effekt auf endotheliale Vorläuferzellen – ein Marker des kardiovaskulären Risikoprofils. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass eine tägliche Schulsportstunde unbedingt in den Lehrplan eingearbeitet werden sollte.

Prof. Dr. Swen Malte John mit dem Hufeland-Preis 2007 ausgezeichnet

Die wegweisende Arbeit des gebürtigen Tübingers John gilt einer Thematik, die zu den häufigsten berufsbedingten Erkrankungen in der Bundesrepublik und darüber hinaus in sämtlichen westlichen Industrieländern zählt. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten von Hauterkrankungen und Allergien werden allein in Deutschland auf jährlich über 1,5 Milliarden Euro beziffert. Durch die Umsetzung der mit der Osnabrücker Arbeitsgruppe entwickelten Präventionsmaßnahmen konnten die Kosten für berufliche Rehabilitationsmaßnahmen um über 60% gesenkt werden. Von 35,5 Millionen Euro im Jahr 1998 auf 13,3 Millionen Euro im Jahr 2006. In vergleichbarem Umfang ist auch die Häufigkeit berufsbedingter Hauterkrankungen bei den Versicherten zurückgegangen.


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